Bischofsgewänder für Ansgar

Mai 2026

Das Ribe VikingeCenter hat eine Förderung in Höhe von 18.000 Kronen von der Therkel Jørgensens Stiftung für die Anfertigung historischer Bischofsgewänder für Ansgar erhalten. Die Gewänder sollen künftig in der Vermittlung des Centers über die Einführung des Christentums in Dänemark eingesetzt werden und werden ein neues Element in der Erzählung über den Glaubenswechsel in der Wikingerzeit darstellen.

Ribe VikingeCenter erhält Förderung für neue Bischofsgewänder für Ansgar

In diesem Jahr wird das 1200. Jubiläum der Ankunft des Missionars Ansgar in Dänemark gefeiert. Damit wurde er zu einer zentralen Figur bei der Einführung des Christentums im Land. Im Ribe VikingeCenter spielt die Geschichte der Begegnung zwischen dem alten nordischen Glauben und dem neuen christlichen Glauben bereits heute eine wichtige Rolle in der Vermittlung. Das Center hat eine Holzkirche errichtet, die jener Kirche entspricht, die Ansgar Mitte des 9. Jahrhunderts in Ribe bauen durfte. Besucher können die ersten vorsichtigen Schritte des Christentums Seite an Seite mit dem alten Glauben erleben, der unter anderem durch Opferplätze, Zeremonien und Götterstatuen vermittelt wird. Gleichzeitig geben die Kirche, der Friedhof und die historischen Zeremonien Einblicke in den neuen Glauben, der in Dänemark langsam Fuß fasste.

Die neuen Bischofsgewänder werden Teil dieser Vermittlung sein und mit großem Augenmerk auf historisches Handwerk und Authentizität gefertigt werden. Die Arbeit basiert auf umfangreichen Recherchen in europäischen Quellen aus dem 9. Jahrhundert, da es weder dänische Funde noch zeitgenössische Darstellungen christlicher Gewänder aus dieser Zeit gibt.

Die Vermittlerin für historisches Textilhandwerk im Ribe VikingeCenters, Anna Lund, und die freiwilligen Textilhandwerker des Centers werden die Gewänder nähen und besticken, während der erfahrene Weber Flemming Grundtvig Lundholm unter anderem den Stoff für die Kasel webt.

Besucher haben die Möglichkeit, die Arbeiten aus nächster Nähe zu verfolgen. In Woche 29 veranstaltet das Ribe VikingeCenter seine jährliche Themenwoche zum textilen Handwerk der Wikinger. Dort werden die Bischofsgewänder als Teil der lebendigen Vermittlung fertiggestellt.

Im Ribe VikingeCenter ist man der Therkel Jørgensens Stiftung sehr dankbar für die Förderung und freut sich über die Möglichkeit, der Erzählung über den Glaubenswechsel in Dänemark eine weitere Ebene hinzuzufügen. Die Gewänder werden sowohl ein wichtiges Vermittlungselement bei Zeremonien als auch Teil der Ausstellung in der Kirche sein. Auch die Ehrenamtlichen des Centers freuen sich darauf, an dem Projekt mitzuwirken und ein historisches Gewandungsensemble zu schaffen, das künftig Teil der Vermittlung einer entscheidenden Epoche der dänischen Geschichte sein wird.

/Ribe VikingeCenter, Mai 2026

Fakten 

  • Der bischöfliche Ornat besteht aus Untergewändern, Bischofsgewand, Pallium, Kasel sowie Strümpfen und Beinwickeln. Ergänzt wird der Ornat durch Gewandnadeln, Schuhe, Gürtel und Bischofsstab.
  • Die Gewänder werden auf Grundlage der Annahme gefertigt, dass Ansgar aus seinem Bischofssitz Hamburg Bremen nach Ribe gereist ist und seine Gewänder vermutlich dort angefertigt wurden.
  • Die Gewänder werden aus Wolle, Leinen und Seide hergestellt. Die textile Vermittlerin Anna Lund und die ehrenamtlichen Textilhandwerker des Ribe VikingeCenters übernehmen Pflanzenfärbung, Maßnehmen, Zuschnitt, Handnähen und Stickerei. Flemming Grundtvig Lundholm webt den Wollstoff unter anderem für die Kasel.

Yderligere oplysninger

Im Umfeld von Ansgar Kirche Anno 860 wird der Glaubenswechsel in Dänemark vermittelt.
Die Bischofsgewänder werden eine schöne Ergänzung der Erzählung rund um die Ansgar Kirche sein.
Eine Szene in Ripa: Christliche Mönche stehen der Völva gegenüber.